VR Bank spendet Auto an Diakonisches Werk

Unterstützung für mobile Beratung im ländlichen Gebiet

Ohne Auto läuft nichts: Um auf dem Land mobil zu sein, ist der fahrbare Untersatz nach wie vor unverzichtbar. Das wissen auch die Mitarbeitenden des regionalen Diakonischen Werks. Sie beraten die Menschen nicht nur an den festen Standorten in Biedenkopf, Gladenbach und im Oberen Edertal, sondern bieten darüber hinaus im Gebiet der beiden Dekanate Hausbesuche an.

Daher freuen sie sich ganz besonders über die Spende eines "VRMobils".

Wolfgang Brühl (Foto rechts), Vorstandssprecher der VR Bank, übergab den Volkswagen "Take up" im Wert von rund 10.000 Euro nun offiziell an Helmut Kretz (Foto Mitte) und Daniel Simmer (Foto links). "Das vergrößert unseren Fuhrpark um hundert Prozent", sagte Helmut Kretz, Leiter des regionalen Diakonischen Werks, mit Blick auf den einzigen bisher vorhandenen Dienstwagen. Für Wolfgang Brühl steht fest: "Die Notwendigkeit vor Ort ist da."

Er erklärte die Philosophie des Gewinnsparens: Einen Teil aus dem Los-Verkauf erhalten gemeinnützige Vereine und Institutionen. Brühl betonte: "Wir spenden nicht überregional. Wichtig ist für mich immer: Das Geld wird hier in der Region verdient und soll auch in der Region bleiben." Der Gewinnsparverein schütte jährlich mehr als 50.000 Euro aus, so Brühl. Dabei habe das System gleich drei Gewinner: Den Loskäufer, der damit gleichzeitig Geld anspart, und die Gewinner der monatlichen Auslosungen in Höhe von fünf bis 15.000 Euro. Dritter und eigentlicher Gewinner sei jedoch der Empfänger der Spenden.

Das sehen auch die neuen Besitzer des Kleinwagens so. "Es hat uns sehr gefreut, dass wir in diesem Jahr auf diese Art bedacht worden sind. Das macht uns flexibler und mobiler", bedankte sich Kretz und verriet: "Die Einsätze für das zusätzliche Fahrzeug sind gewissermaßen bereits geplant." Auch für das Hinterländer Netzwerk Nachbarschaftshilfe (HiNN) soll der Wagen künftig unterwegs sein.

In dem modernen Netzwerk der Nachbarschaftshilfe bieten Freiwillig Engagierte ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Unterstützung dort an, wo sie benötigt wird. Als Koordinator hat Daniel Simmer die Aufgabe, die Neigungen der Ehrenamtlichen mit dem vorhandenen Unterstützungsbedarf individuell aufeinander abgestimmt zu verbinden.

Kretz verdeutlichte zudem, dass es gerade bei älteren Menschen auf den Dörfern noch erhebliche Mobilitätsprobleme gäbe. Das System der Hausbesuche biete zwei Vorteile: Zum einen vereinfache es die Möglichkeit, Hilfe anzunehmen. Zum anderen könnten die Sozialarbeiter den Hilfebedarf im häuslichen Umfeld besser erkennen.

Wolfgang Brühl erklärte abschließend: "Wir wissen, dass das Auto gut eingesetzt ist, für schnelle, kurze Wege in der Region". Das Projekt HiNN ist ihm durch seine Tätigkeit als Beiratsmitglied der Diakoniestiftung "Menschen helfen Menschen" bestens bekannt. Bei der Schlüsselübergabe wünschte er den neuen Besitzern des kleinen Flitzers allzeit gute Fahrt für den Dienst an den Menschen.